Sommer, Sonne, Hitze. Und in Deutschland diskutiert man (mal wieder) über aufreizende Kleidung an Schulen. Der Aufreger diesmal: Hotpants. Anlass dafür ist der Elternbrief einer Schulleiterin aus Baden-Württemberg, in dem sie ihren Schülerinnen quasi untersagt, die Schule in aufreizender und knapper Kleidung zu besuchen.

Egal, wie man zu diesem Verbot und zu Hotpants generell steht, sollte jede Schülerin und jeder Schüler – aber auch jede Lehrkraft und erst recht jede Schulleitung wissen – dass wir mit unserer Kleidung Kommunikation betreiben.

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Paul Watzlawick) 

Nonverbale Botschaften dominieren nämlich manchmal sogar die Kommunikation. Sie können der fähigste Mathematik- oder Deutschlehrer der gesamten Schule sein. Wenn Sie in khakifarbenen 7/8-Hosen mit weißen Socken und schwarzen Sandalen unterrichten und dazu ein ausgewaschenes rotes Hawaii-Hemd tragen, werden Sie nicht viele Schüler ernst nehmen.

Denn Kleidung kann von der Aussage des Redners ablenken. So manche Lehrkraft hat daher vielleicht bereits die eine oder andere schlechte Unterrichtsstunde mit einem Anzug und einer Krawatte kaschieren können. Kleider machen erfahrungsgemäß ja auch Leute.

Lehrkräfte sind Vorbilder 

Im besten Fall soll Kleidung die Aussage des Redners unterstützen. Ob Hotpants das bei Schülerinnen machen, sei mal freilich dahingestellt. Doch wie sieht es bei den Lehrkräften und Schulleitungen an Ihrer Schule aus? Sind Ihre Kollegen und Sie ein Vorbild für die Schülerinnen und Schüler?

Und unterstützen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler dabei, ihren eigenen Stil zu finden? Das ist nämlich gar nicht so leicht. Die vielen schlecht gekleideten Menschen, denen man zurzeit begegnet, sind eher ein Hinweis darauf, dass in dieser Hinsicht noch viel zu tun bleibt…