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Loriots Geschichte von der Gemeindeschwester und der Kuh

„Kennt ihr die Geschichte von der Gemeindeschwester und der Kuh?“ Wohl keine andere Frage des deutschen Films ist unbeantworteter geblieben als diese. Gestellt hat sie Heinrich Lohse alias Loriot in seinem Film „Pappa ante portas“. Der Film erzählt die Geschichte des frisch pensionierten Einkaufsdirektors, der große Mühe hat, mit seiner neuen Rolle in der Familie und im Leben zurechtzukommen.

Überhaupt zeigt der Film auf liebenswürdige Art und Weise, wie schwer sich Menschen mit Veränderungen tun und wie sie sich nur allmählich von ihren jahrelangen Gewohnheiten lösen können. Natürlich versteht es Loriot brilliant, die Menschen messerscharf zu beobachten und ihnen einen Spiegel vorzuhalten. 

Was ist das für eine Geschichte?

Eine Lücke hinterlässt der Film allerdings doch. Denn die Frage, die Heinrich im Zug auf der Fahrt an die Ostsee stellt, bleibt unbeantwortet. Noch bevor er sie erzählen kann, fällt ihm seine Frau Renate, gespielt von Evelyn Hamann, ins Wort. Auch wenn das nicht ganz so stimmt. Da sie geschworen hat, mit Heinrich kein Wort mehr zu wechseln, nutzt Renate ihren Sohn Dieter als Überbringer der Botschaft.

Renate: „Sag deinem Vater, wir möchten diese Geschichte nicht hören.“
Dieter: „Wir möchten diese Geschichte nicht hören.“

Heinrich ist sichtlich enttäuscht, dass er seine Geschichte nicht zum Besten geben darf, zeigt sich jedoch einsichtig und stammelt herum: „Ja, ja,… vielleicht, ähm,.. das ist auch vielleicht, vielleicht ist das nicht, ja…“

Mich bringt die Szene jedes Mal nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch auf die Palme. Ja, klar war es ein plumper Versuch von Heinrich, das Thema zu wechseln und die frostige Stimmung am Tisch aufzutauen. Letzten Endes hätte ich aber gerne gewusst, was es mit der Gemeindeschwester und der Kuh auf sich hat.

Kennen Sie die Geschichte von der Gemeindeschwester und der Kuh?

Mittlerweile baue ich diese Frage das eine oder andere Mal in meine Kreativitätstrainings mit ein. Und lasse die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese Geschichte schreiben oder nach einer kurzen Vorbereitungszeit erzählen. 

Dabei kommen dann oft die tollsten Ergebnisse heraus. Und jede Geschichte ist einzigartig. Weil jeder einzelne von uns mit den Worten Gemeindeschwester und Kuh eine Handlung entwirft, die einmalig ist.

Versuchen Sie es doch auch mal. Nehmen Sie sich ca. 10 Minuten Zeit und schreiben Sie die Geschichte nieder. Überlegen Sie nicht lange, sondern schreiben Sie einfach darauf los und hören Sie nach etwa zehn Minuten auch auf, ganz egal, ob Sie mit der Geschichte schon zufrieden bzw. fertig sind oder nicht.

Sie werden sehen: Auch wenn Sie es nicht für möglich gehalten hätten, steht am Ende der Zeit eine Geschichte auf dem Papier. Das beweist mir immer: Jeder Mensch ist kreativ. Selbst die, welche die größten Selbstzweifel haben, überhaupt kreativ zu sein. 

Sie glauben mir nicht? Probieren Sie es aus! Schreiben Sie die Geschichte von der Gemeindeschwester und der Kuh. Es macht ungeheuer viel Spaß. Und wenn Sie wollen, schicken Sie sie mir per E-Mail.

Ich freue mich darauf.

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