• Impulse für Schule & Unterricht

Jan04

Neujahrsputz - Mit Ordnung ins neue Jahr

Während die meisten Menschen über den Jahreswechsel viele gute Vorsätze fassen, spiele ich bei diesem Spiel nicht mit. Stattdessen konzentriere ich mich in den ersten Tagen des neuen Jahres lieber auf eine ganz besondere Tradition: den Neujahrsputz.

Doch damit meine ich nicht etwa die Aktion, mit der man am Morgen des 1. Januars die Spuren der Silvesternacht beseitigt. Vielmehr geht es mir um einen ganz speziellen Neujahrsputz – einen, der zwar etwas Zeit kostet, mich dafür aber umso dynamischer ins neue Jahr starten lässt.

Bevor die Schule nämlich wieder beginnt, räume ich mein Arbeitszimmer auf. Damit schaffe ich einerseits das Chaos des alten Jahres beiseite und vermeide anderseits, dass es im neuen Jahr alsbald zu mir zurückkehrt.

Den Arbeitsplatz entrümpeln 

Denn im Chaos kann ich nicht arbeiten. Allein die Vorstellung, sehr viel Zeit mit dem Suchen von Arbeitsblättern zu vertrödeln, reicht bereits völlig aus, um mir gleich in den ersten Tagen des neuen Jahres ausgiebig Zeit zu nehmen und meinen Schreibtisch aufzuräumen.

Was mache ich konkret? Nun ich hefte Material ab und sehe Ordner durch. Dabei überdenke ich auch, ob ich meine Ordner sinnvoll angelegt habe,  und disponiere ggf. um oder lege neue Ordner an. So ist mein Ablagesystem dieses Jahr um eine weitere Mappe gewachsen, in der ich Artikel aufbewahre, die ich zu einem späteren Zeitpunkt lesen will.

Darüber hinaus bietet ein solcher Neujahrsputz auch die Möglichkeit, den Papierkorb ordentlich zu füllen und uralte Rechnungen oder Kontoauszüge zu entsorgen, worüber sich auch mein Aktenvernichter tierisch freut. Daneben lohnt es durchaus auch, seinen Bücherschrank genauer unter die Lupe zu nehmen und Werke auszusortieren, die man schon seit mehreren Jahren nicht mehr aus dem Regal gezogen hat. Ordnungsexperten raten hier sogar, ähnlich wie beim Kleiderschrank zu verfahren und alles auszusortieren, was man schon seit mehr als 6 Monaten nicht mehr in seinen Händen gehalten hat.

Doch egal, wie radikal Sie Ihren Büchern zu Leibe rücken: Überlegen Sie sich, was Sie mit den Büchern machen. Entweder Sie füllen Ihre Papiertonne damit oder verschenken sie.

Tauschbörse Lehrerzimmer

Das wäre doch überhaupt eine prima Idee: eine Tauschbörse im Lehrerzimmer. Jeder Kollege bringt einfach seine ausrangierten Bücher und Materialien mit und verschenkt sie an die Kollegen, die sie gebrauchen können – ein Verfahren, das bisher meist nur von jenen Lehrkräften praktiziert wird, die kurz vor der Pensionierung stehen und froh sind, den alten Kram loszuwerden. Was keinen neuen Besitzer findet, wird ein für alle Mal entsorgt.

Eine solche Tauschbörse würde nicht nur zu Beginn des Jahres dazu führen, dass viele Kollegen ihre Büros zuhause ausmisten würden, sondern auch für gute Laune im Kollegium sorgen. Zudem können Sie damit problemlos Altes bzw. Nutzloses aus Ihrem Leben schmeißen und damit Platz für Neues schaffen.

Ordnung als Fach

Und wenn Sie dann mit dem Entrümpeln Ihres Büros zuhause fertig sind, nehmen Sie sich in den ersten Schultagen des Jahres am besten auch gleich noch Ihren Arbeitsplatz in der Schule vor – oder Ihren PC. Damit sich der Aufwand des Neujahresputzes aber auch langfristig lohnt, sollten Sie ab sofort „Ordnung“ als Fach begreifen, das einmal wöchentlich stattfindet. Integrieren Sie es einfach in Ihren Stundenplan, z.B. in eine Freistunde und räumen Sie regelmäßig auf.

Was man wirklich will, das tut man. Für alles andere gibt es gute Vorsätze.

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