Sommer. Sonne. Sommerferien. Endlich mal dem Alltag entfliehen, der Fantasie freien Lauf lassen und sich an den unterschiedlichsten Orten nach Herzenslust vergnügen. Viele der Umgebungen, in denen wir uns in unseren Ferien aufhalten, wirken dabei geradezu ansteckend auf uns, weil sie hervorragende Orte des Müßiggangs, der Kreativität sowie der Inspiration sein können. Wir müssen sie lediglich als solche auch wahrnehmen.

Gerade die Berge sind ein Paradebeispiel für einen solchen Ort. Egal, ob man wandert, klettert oder mit dem Mountainbike tourt – wer in den Bergen aktiv ist, erlebt leicht Abenteuer abseits des Alltags, die ihm dazu verhelfen können, alte Sorgen loszulassen und neue Ideen willkommen zu heißen.

Kleinen Kindern gelingt dies besonders einfach, weil sie ganz im Moment des Wanderns oder Kletterns aufgehen. So wundern sie sich über jede noch so verdrehte Baumwurzel und fragen sich, weshalb diese überhaupt aus der Erde ragt. Eine solche Neugier stünde auch uns Erwachsenen gut zu Gesicht. Wer den Zauber der Bergwelt wieder mit kindlichen Augen wahrnimmt, sieht in abgebrochenen Ästen kein Totholz, sondern ganz leicht wieder Spazierstöcke, Speere oder Schwerter. Ein Stein wird zu einem Faustkeil, zu einer Speerspitze oder zu einem kleinen Schmuckstück; ein Baumstamm zu einer Parkbank und der Holzzaun zum Treppengeländer.

Faszinierende Gipfelwelt 

Jeder Gipfel ist einzigartig und fasziniert auf seine Art und Weise. Blickt man aus dem Tal zu ihm empor, wirkt er häufig majestätisch und unnahbar. Bewegt man sich dann aber auf ihn zu, kommt man nicht nur ihm, sondern auch sich selbst näher.

Das beginnt allein schon mit der unterschiedlichen Ausrüstung. Denn jeder von uns nimmt auf den Weg mit, was er als wichtig erachtet. Demnach tragen die einen leichtes, die anderen eher schweres Gepäck. Zudem muss man auch in den Bergen Entscheidungen treffen. Welchen Weg wählt man? Das ist im Alltag nicht anders und doch fällt es uns in den Bergen scheinbar leichter, Entscheidungen zu treffen, auch wenn es hier genauso viele Möglichkeiten gibt, um sein Ziel zu erreichen. Manche Wege erweisen sich dabei leichter als andere, die auf den ersten Blick kürzer erscheinen, deswegen jedoch steiler und beschwerlicher verlaufen. Und doch kreuzen sich die vielen Wege immer wieder, zweigen voneinander ab oder münden wieder ineinander. Insgesamt führen die meisten zum Ziel – der eine direkt, andere auf Umwegen.

Viele Wege führen nach oben 

Während der eine Weg schnurstracks zum Gipfel führt, hält ein anderer Hindernisse bereit, die erst überwunden werden müssen. Dabei bietet jedes Hindernis die einmalige Gelegenheit, sich zu beweisen und an der gestellten Herausforderung zu wachsen. Andere Barrieren laden hingegen eher zum Innehalten und Verweilen ein. Wer auf ein Weidegatter trifft, sollte die Einladung annehmen, sich dagegenzulehnen und innezuhalten.

Andere halten lieber mitten auf dem Weg an, machen Pause und legen sich ins frisch gemähte Gras, um die Wolken im Himmel zu beobachten. Dabei lassen sie ihre Gedanken einfach mal schweifen. Wieder andere klettern lieber auf einen Baum oder einen Jägerstand, um sich einen Überblick zu verschaffen. Sind wird bzw. bin ich allein? Oder hat sich noch jemand für den gleichen Weg entschieden?

Wege kann man freilich auch gemeinsam gehen. Doch nicht jeder Weg ist für jeden auch geeignet. Und so wie man sich findet, verliert man sich auch wieder, erreicht das Ziel gemeinsam oder allein.

Über den Dingen stehen 

Auch wenn das Ziel bisweilen noch weit entfernt scheint, so kommt der Gipfel einem dann doch irgendwann entgegen. Hat man ihn erreicht, blickt man mit Stolz auf den Weg zurück, den man hinter sich gelassen hat. Und erfreut sich am gigantischen Panorama, welches die Natur bietet. Verständlich, dass so viele ihren Erfolg festhalten wollen und sich ins Gipfelbuch eintragen, um anschließend innezuhalten und tief durchzuatmen.

Die Berge versetzen uns immer wieder ins Stauen und machen uns sprachlos. Sie rauben uns das Gefühl der Zeit. Das beruhigt ungemein und beeindruckt uns zugleich doch, da wir es so selten im Alltag schaffen, den Stress und die Hektik von uns abzuschütteln. In der frischen Bergluft atmen wir frei und befüllen unsere Tanks mit frischer Kraft. Deshalb sollten wir uns die Natur öfters als Vorbild nehmen, uns an ihrer erhabenen Schönheit und Klarheit orientieren, aus ihr Ideen schöpfen, diese neu kombinieren und zu Vitalität und Kreativität finden.

Ähnliche Blogbeiträge

Ein Spielplatz der Kreativität 
Der Garten als Ort der Inspiration
Der Wald als Ort der Inspiration 
Der Bahnhof als Ort der Inspiration 

Kreatives Denken

Innovation beginnt im Kopf

Coaching am Wörthsee

Ein „bewegender“ Spaziergang