Der Klassiker – wahrlich ein Paradies der Inspiration. Einfach im Sand zu sitzen und den endlosen Wellen zuzuschauen, kann einerseits sehr entspannend sein, andererseits aber auch enorm anregende Kräfte freisetzen.

Für die einen hat die Wellenbewegung des Meeres eher reinigenden Charakter: die Gedanken und Sorgen, die einem im Kopf herum schwirren, werden gelöscht. Für andere wirkt der Wellengang dagegen wie ein magischer Zauber. Unerwartet tauchen auf einmal Ideen auf, die bis eben noch unter der Oberfläche des Gehirns geschlummert haben.

Ebbe und Flut

So gehen also Sorgen und kommen Ideen – das Meer macht es uns vor. Ebbe und Flut wechseln sich ab. Ein ständiges Hin und Her, ein ewiges Auf und Ab – wie im richtigen Leben. Und doch bieten Strand und Meer Gelegenheit zum Innehalten, zum Tiefeinatmen. Wer das tut, erfrischt seine Sinne, kann den Wind auf seiner Haut oder in seinen Haaren spüren und den Geruch der Meereswelt riechen.

Diese Sinneserfahrungen können ohne Weiteres auch die eigene Fantasie anregen. Haben Sie jemals daran gedacht, was sich alles noch unter der Meeresoberfläche befindet? Sicher Fische, Muscheln, Steine, Korallen, Seehunde, usw. Doch welche unzähligen Schätze schlummern an ihrem ganz persönlichen Meeresgrund? Welche Erfolge oder Erfahrungen liegen dort im Verborgenen? Was haben Sie alles schon erreicht, welche schönen Erlebnisse könnten Sie mal wieder vom Grund an die Oberfläche holen? Nach welchem Ihrer Freunde könnten Sie mal wieder tauchen?

So ein Gedankenspiel kann längst verwischte Spuren wieder sichtbar machen. Es geht aber auch andersherum. Schreiben Sie mit dem Finger die Zahl 100 in den Sand und warten Sie darauf, bis das Meer die Zahl verschluckt. Fahren Sie mit der 99 fort. Zählen Sie bis auf 0 zurück und achten Sie mal darauf, wie sehr Sie dieses Spiel in seinen Bann ziehen wird.

Im Flow der Gezeiten

Selbstverständlich kann man am Strand auch eher traditionellen Beschäftigungen nachgehen: Muscheln sammeln, sonnen, lesen, sich mit seinen Liebsten unterhalten oder einfach nur Sand durch die Finger rieseln lassen. Apropos Sand: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie kreativ manche Väter mit ihren Kindern im Sand buddeln können? Ein Flow-Beschäftigung erster Güte, welche die Erwachsenen meist mehr in ihren Bann zieht als die Kinder.

Oder treiben Sie Sport. Aber bitte ohne Smartphone und Kopfhörer. Sie brauchen keine Power-Energy-Musik, die Sie Schritt um Schritt anpeitschen muss. Lauschen Sie einfach der Musik des Meeres zu und lassen Sie sich von diesem natürlichen Klangspiel einfach treiben. Glauben Sie mir: Wer zum Strand geht, braucht keinen technischen Schnick-Schnack. Man braucht nicht viel. Ein Handtuch, Sonnencreme, ein gutes Buch und höchstens noch einen Notizblock – das genügt.

Sollten Sie dieses Jahr allerdings nicht mehr an Strand gehen können, weil Ihr Urlaub vielleicht schon vorbei ist, stellen Sie sich einfach vor, Sie seien am Meer. Das kann auch unglaublich inspirierend sein. Denn Ihr Körper kann nämlich Realität und Vorstellung nicht voneinander unterscheiden.

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