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Der Bahnhof als Ort

der Inspiration

Aufbruch auf dem Bahnsteig

2015 war für Bahnhöfe kein gutes Jahr. Wann immer man sie erwähnte, musste man an Streik, Zugausfälle oder an Claus Weselsky von der GDL denken. Und auch sonst verbinden viele Menschen mit dem Wort Bahnhof eher negative Erfahrungen wie ärgerliche Verspätungen, lästigen Schienenersatzverkehr (SEV) oder ohrenbetäubenden Lärm. Höchste Zeit, den Bahnhof mal mit anderen Augen zu sehen…

Nahezu an jedem Bahnhof herrscht lebhafter Trubel. Ein Ort par excellence, um sich inspirieren zu lassen. Denn von ihm geht eine besondere Energie aus. Eine Kraft, der sich eigentlich niemand entziehen kann.

Von Architektur bis Zug

Viele Menschen sind allein schon von der Architektur ergriffen. Wer die Grand Central Station in New York betritt, braucht nicht einmal Reiseabsichten zu haben, um in Verzückung zu geraten. Die prunkvoll gestaltete Haupthalle im Beaux-Arts-Stil ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten Manhattans. Vor allem die Deckenbemalung zieht viele in ihren Bann: Sie zeigt den Himmel über dem Mittelmeer mit 2500 Sternen – und zwar so wie Gott ihn sieht.

Eine solch verdrehte Perspektive können die deutschen Hauptbahnhöfe leider nicht bieten. Und doch sind auch viele von ihnen wahre Meisterwerke der Baukunst. Egal, ob man sich in einem Kopfbahnhof wie z. B. in München oder einem Durchgangsbahnhof wie in Köln oder Berlin aufhält – in jedem Gemäuer steckt Geschichte und unter den Bögen und Kuppeln pulsiert das Leben in gewissenhafter Struktur und rhythmisiertem Takt.

Ein Ort der Begegnung

Ein Bahnhof kann demzufolge vieles sein: Startpunkt, Station oder Ziel. Wer seine Reise hier antritt, empfindet Vorfreude. Andere freuen sich hingegen eher auf ihre Weiterfahrt, denn für sie stellt der Bahnhof nur einen Halt von vielen auf ihrem Weg dar, an dem sie umsteigen bzw. einen Anschlusszug erwischen müssen. Für wiederum ganz andere ist der Bahnhof das Ende ihrer Reise. Doch kaum ist dieses Ziel erreicht, drückt sich meist wieder ein neues in den Vordergrund, wie z.B. ein Taxi, das Hotel, das Messegelände oder der Treffpunkt, an dem man sich mit wem auch immer verabredet hat.

Wer heutzutage am Bahnhof warten muss, vertreibt sich die Zeit. Viele machen das mit ihren Smartphones. Oder sie lesen. Oder beides. Dabei ist es nirgends so einfach, mit Menschen in Kontakt zu kommen als auf einem Bahnhof. An keinem anderen Ort der Welt begegnen sich nämlich binnen kürzester Zeit so viele unterschiedliche Leute, was den Bahnhof zu einem wahren Ort der Begegnung macht. Und Gelegenheiten, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, gibt es viele.

Überall laden Cafés, Restaurants, Fast-Food-Ketten oder Schnellimbissstände zum Verweilen ein. Ein Smalltalk ergibt sich rasch, man muss ihn nur wollen. Doch viele suchen lieber in Geschäften, Shops oder Zeitungsläden nach Impulsen und scheuen die menschliche Nähe. Schade eigentlich. Schließlich ist man als (Zug-)Reisender doch eine Art Seelenverwandter. Man sitzt „im selben Boot“ und nicht selten später auch noch im gleichen Zug.

Wenn das Leben uns passiert

Apropos Züge. Betrachtet man das Treiben einmal aus ihren Augen, warten sie auf den vielen Gleisen nicht nur auf ihre Abfahrt, sondern auch auf die Reisenden. Mit diesen brechen Sie dann zu allen möglichen Zielen in Nah und Fern auf. Manche von ihnen fahren planmäßig, andere sind regelrechte Sonderlinge und verkehren nur aus bestimmten Anlässen. Die einen rasen ihrem Ziel entgegen, die anderen bummeln lieber und hetzen sich nicht. Manche verfügen über Zugbegleiter, Komfort und Klimaanlagen, andere nicht.

Wie im richtigen Leben läuft auch nicht immer alles nach Plan. Mal dauert die Fahrt länger, bis man am Ziel seiner Träume ist, mal geht es schneller als erwartet. Und doch ist und bleibt der Bahnhof ein Ort der Freiheit und der Freigeistigkeit, ein Ort der Inspiration und der Kreativität. Auf Bahnhöfen kommen einem Gedanken, die einem sonst nirgendwo einfallen. Plötzlich weiß man, wie man noch mehr Kunden akquirieren kann, wie man seine Geschäftsidee aufziehen muss, welches Buch man schon immer einmal lesen wollte und wohin man unbedingt mal reisen sollte.

Wer durch einen Bahnhof geht, schlängelt sich mit einem Lächeln auf dem Gesicht durch einen gigantischen Raum der Möglichkeiten. Während wir im Alltag häuft nach der weg-von-Logik denken, bekommen unsere Gedanken im Bahnhof einen neuen Dreh. Wir denken hin zu – hin zu neuen Ufern, hin zu neuen Erfahrungen, die ein Stück Heimat in die Ferne rücken und die Ferne zu einem Stück Heimat werden lassen.

Den Zug der Erkenntnis sollten wir also nicht verpassen. Wer auf Reisen seine eigenen Grenzen hinterfragt, gelangt zwangsläufig zu neuen Erlebnisräumen am Bahnhof seines Lebens. Diese Chance sollte man nicht durch die Lappen gehen lassen.

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