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Bin ich als Lehrer Burnout-gefährdet?

Dass man nicht gut drauf ist, kann ja schon mal passieren. Wenn man aber immer öfter schlechte Laune hat und sich erschöpft fühlt, sollte man allerdings hellhörig werden. Gut möglich, dass man geradewegs auf einen Burnout zusteuert.

Ein Burnout kommt nicht von ungefähr. Es gibt gute Gründe, dass wir mit der Zeit ein Gefühl des „Ausgebranntseins“ entwickeln. Besonders tückisch: Wir merken dieses Gefühl nicht auf Anhieb, denn es tritt schleichend in unser Leben.

Ein Burnout ist ein schleichender Prozess

Und de facto kann es jeden treffen. Glaubt man den Statistiken allerdings, sind nach wie vor am häufigsten Menschen betroffen, die einen sozialen Beruf wie Erzieher, Lehrer oder Pfleger ausüben.

Ein handfester Burnout gipfelt in den meisten Fällen in einer vollkommenen emotionalen Erschöpfung. Man fühlt sich müde, leer und kann sich für nichts mehr begeistern, wofür man früher einmal gebrannt hat. Der Beruf erscheint bedeutungslos, weswegen man sich am Arbeitsplatz zurücknimmt. Auch privat macht sich das Ausgebranntsein nach und nach bemerkbar. Beziehungen werden vernachlässigt, peu à peu klinkt man sich aus dem sozialen Umfeld aus.

Je früher man die Anzeichen erkennt, umso besser kann man die Entwicklung noch stoppen und umkehren. Doch woran erkenne ich (nicht nur als Lehrerin oder als Lehrer), dass ich Burnout-gefährdet bin?

Befindet ich mich auf dem Weg in einen Burnout?

Ich habe einige Punkte zusammengetragen, die darauf hindeuten können, dass jemand Burnout-gefährdet ist. Die Anzeichen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Je mehr Anzeichen auf Sie zutreffen, umso deutlicher sollten Sie dieser Entwicklung entgegenwirken. 

1. Sie sind ständig müde oder erschöpft.

2. Sie haben Probleme mit dem Einschlafen bzw. Schlafstörungen. Sie wachen gelegentlich nachts auf und haben Panikattacken.

3. Sie sind häufig nervös oder gereizt und gehen schon bei Kleinigkeiten schnell in die Luft. 

4. Sie fühlen sich antriebslos. Diese Antriebslosigkeit hat Auswirkungen auf Ihre Bewegung. 

5. Sie tragen viele negative Gedanken mit sich herum. 

6. Sie können Arbeits- und Privatleben nur noch schwer voneinander trennen – vor allem gedanklich. 

7. Sie haben vermehrt Konflikte mit KollegInnen, Schülern oder Eltern. Nicht selten treten auch im Privatleben zunehmend Konflikte (z.B. mit der Partnerin oder dem Partner) auf. 

8. Sie haben zunehmend Angst, Fehler zu machen, oder fühlen sich den Anforderungen Ihres Berufes generell nicht mehr gewachsen.

9. Sie schaffen es nicht mehr, sich über das Wochenende oder in den Ferien ausreichend zu erholen.

10. Sie haben psychosomatische Beschwerden. Auch Ihr Körper signalisiert Ihnen zunehmend, dass mit Ihnen etwas nicht stimmt.

11. Sie schalten immer wieder in den Modus „innere Kündigung“. Ihr Beruf, für den Sie einst gebrannt haben, erscheint Ihnen zunehmend bedeutungs- oder sinnlos.

12. Sie haben im Internet gezielt nach ersten Anzeichen bzw. gängigen Symptomen für einen Burnout gesucht.

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John Steinbeck (1902-1968)